Interessengemeinschaft
»13. Februar 1945« e.V. Dresden
  Überlebende des 13. Februar 1945 mit einem Transparent: Naziaufmarsch - Nicht in unserem Namen  

16. Februar 2008: Vereinsmitglieder protestieren vor dem Denkmal der 1938 zerstörten Dresdner Synagoge gegen einen rechtsextremen Aufmarsch

       
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1987 – 2010
   
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»13. Februar 1945«
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Mitglied im International Network for Peace

 

»Lebenszeichen an Dresden«
Zehntes Treffen der Überlebenden des 13. Februar 1945 in Dresden

Wir laden herzlich zu unseren Veranstaltungen anlässlich des 69. Jahrestages der Luftangriffe auf Dresden 1945 ein.

 

Mittwoch, 12. Februar 2013, 13 Uhr,
Johannisfriedhof (Feierhalle, Wehlener Straße 13)
Gedenken an der Grabstätte von mehr als 3600 im Februar 1945 getöteter Menschen

  • Erinnerungen und Gedanken - gestaltet von Schülerinnen und Schülern der 88. Mittelschule Dresden, Pfarrer Rainer Petzold (Evangelisch-Lutherische Lukaskirch-gemeinde), sowie Mitgliedern der IG 13. Februar 1945 und des Forum ERINNERN GESTALTEN Dresden
  • Musikbeiträge von Schülerinnen und Schülern des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden
  • Niederlegen von weißen Rosen an der Ruhestätte der Luftkriegstoten

Mittwoch, 12. Februar 2013, 15 Uhr,
Heinrich-Schütz-Residenz, Neumarkt 12
»Lebenszeichen an Dresden«
Zehntes Treffen der Überlebenden des 13. Februar 1945 in Dresden

  • Text- und Musikbeiträge von Schülerinnen und Schülern des Bertolt-Brecht-Gymnasiums Dresden
  • Reflexionen, vorgetragen von internationalen Gästen aus Spanien und Japan sowie Mitgliedern der IG 13. Februar 1945

Anschließend:
Begegnungen und Gespräch miteinander in lockerer Atmosphäre. Es wird ein Imbiss angeboten.

 

Mittwoch, 12. Februar 2013, 18 Uhr, Frauenkirche, Eingang A
Abendandacht in der Dresdner Frauenkirche
gestaltet von der Stiftung Frauenkirche Dresden und einer Überlebenden des 13. Februar 1945

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Grußbotschaft des Friedensforschungszentrums Gernika (Guernica) an Dresden

[13. Februar 2013]

Liebe Friedensfreunde/Innen,

Was uns verbindet ist eine kritischische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und den schrecklichen Erfahrungen des Krieges. Auch teilen wir die gemeinsame Überzeugung, dass es nicht genug ist den Opfern und der Zerstörung zu gedenken, sondern dass wir uns den Fragen warum und wozu wir uns heute erinnern wollen und sollten immer wieder stellen müssen. Denn es sind diese Fragen, die uns in der menschlichen und politischen Auseinandersetzung mit dem Geschehenen zu der für uns wichtigsten Frage führen: was können wir heute tun, damit sich solches Leid hier und nirgendwo auf der Welt wiederholt, also über das Erinnern und Gedenken hinaus, hin zu der Verantwortung und einem aktiven Einsatz für den Frieden.

Frieden ist für uns kein Zustand sondern ein kontinuierlicher Weg der kleinen und manchmal auch grösseren Schritte, die oft symbolischen Charakter haben, in Richtung einer Friedenskultur, die es zu erschaffen gilt. Ein Weg, den wir alle begehen können und wo jeder und jede einen Platz einnehmen kann.

In diesem Sinne, fühlen wir uns heute am 13. Februar, an diesem nicht nur für die Dresdener sondern für uns alle so bedeutenden Tag, mit euch solidarisch und wir sind voller Hoffnung auch in Zukunft noch viele weitere Schritte auf diesem Weg gemeinsam gehen zu können.

Gernika Gogoratuz
Maria Oianguren und Andreas Schäfter

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»Lebenszeichen an Dresden« – Neuntes Treffen der Überlebenden des 13. Februar 1945 in Dresden. Gemeinsame Erklärung mit Überlebenden aus Nagasaki und Gernika

[12. Februar 2013]

Zum neunten Mal trafen sich heute mehr als einhundert Überlebende des 13. Februar 1945 gemeinsam mit jüngeren Dresdnern, um im Erinnern an Nationalsozialismus und Krieg zum Engagement für Frieden und Menschenrechte aufzurufen.

Am Treffen nahmen auch Schülerinnen und Schüler der 76. Mittelschule teil, die sich in einem gemeinsamen Projekt mit der IG 13. Februar 1945 mit Dresdner Erinnerungsorten auseinandergesetzt haben.

Auch in diesem Jahr konnten wir internationale Gäste begrüßen, unter ihnen Dr. Juan Gutierrez (Gernika) und eine Delegation aus St. Petersburg.

Mit fast einhundert Unterschriften schlossen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer gemeinsame Erklärung mit Überlebenden aus Gernika und Nagasaki an:

»Lasst uns gemeinsam für Frieden aufbrechen«

Erklärung der Überlebenden des Atombombenabwurfs auf Nagasaki
und der Zerstörung Gernikas, beschlossen aus Anlass des 75. Gedenktages der Bombardierung Gernikas am 26. April 2012:

Wir setzen uns dafür ein,

  • wenn Gefahr für den Ausbruch eines Kriegs besteht oder die Anwendung von Gewalt gegen Menschen droht, im gemeinsamen Einverständnis alles dafür zu tun dies zu verhindern;
  • für die Abschaffung jeglicher Atomwaffen einzutreten;
  • gemeinsam den Anspruch aller Menschen auf Frieden zu bekräftigen;
  • dass nachfolgende Generationen dieses Friedensengagement in die Zukunft tragen.

Ergänzung durch die Überlebenden der Luftangriffe auf Dresden im Februar 1945, beschlossen aus Anlass des 68. Jahrestags der Luftangriffe auf Dresden am 12. Februar 2013:

  • Wir treten an die Seite der Überlebenden aus Nagasaki und Gernika und bekräftigen die gemeinsame Aufgabe. In unser Streben nach Frieden schließen wir das Engagement für Menschenrechte, für eine gerechte und nachhaltige Welt ein.

Impressionen


Mit einem schlichten Innehalten vor der Skulptur »Großer trauernder Mann« von Wieland Förster began der Nachmittag. Anita John begrüßte die Gäste im Namen unserer Gruppe.

Mehr als 150 Menschen nahmen am Treffen der Überlebenden des 13. Februar 1945 teil, unter ihnen Dresdner aller Generationen und Gäste aus Europa und Japan.

Juan Gutierrez (Gernika) erläutert die gemeinsame Erklärung der Überlebenden aus Nagasaki und Gernika. Jürgern von Strauwitz (Dresden) hatte zuvor ausführlich als »Zeitzeuge der Sehnsucht nach Frieden« gesprochen: »Dresden und der 13. Februar sind ein Symbol in unserer Welt geworden. Und dieser Tag ist nicht nur bei mir ein fester Bestandteil des Gedenkens, einer stillen Einkehr, die auch die deutsche Schuld an dieser Katastrophe reflektiert. ... Friedensarbeit heißt sicher zuerst Vergangenheitsbewältigung. ... Ich spreche hier von der Chance, dass sich Zukunft in Frieden aus der Erinnerung speist.«

Im Anschluss an die Veranstaltung war Raum zum Gespräch der Älteren untereinander, mit jungen Dresdnern und den internationalen Gästen. Über mehrere Stunden hinweg gelang ein intensiver Austausch.

(Fotografien: David Brandt)

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Weitere Veranstaltungen unserer Gruppe anläßlich des 13. Februar 2013

7. Februar 2013
»Geschichtslaboratorium Dresden – Vergangenheitsbezüge im Konflikt um Identitäten, gesellschaftliche Werte und politische Ziele«

Vortrag von Matthias Neutzner
(Beginn: 15:45 Uhr, Ort: Offizierschule des Heeres, Dresden)

 

16. Februar 2013
»Erinnern an den Luftkrieg in Deutschland – Berlin, Hamburg, Dresden«

Die Ausstellung in Tokio (Japan) wird mit einer per Internet übertragenen Ansprache von Nora Lang und Matthias Neutzner als Vertreter/innen unserer Gruppe eröffnet. Wir beteiligen uns mit zahlreichen Originalexponaten aus dem Vereinsarchiv an der Ausstellung. Sie stellt die Luftkriegsereignisse und die damit verbundenen Erinnerungskulturen im Vergleich mit der Situation in Japan vor.

(Ort: The Center of the Tokyo Raids and War Damage, Tokio, Japan)

 

9. März 2013
Gedenkveranstaltung in Erinnerung an die Luftangriffe auf Tokio im März 1945

Gastredner der alljährlichen Gedenkveranstaltung in Tokio wird in diesem Jahr Matthias Neutzner als Vertreter unserer Gruppe sein. Thema der Rede ist die besondere Verantwortung für Frieden und Menschenrechte, die aus dem symbolbeladenen Erinnern an die Kriegsereignisse resultiert.

(Ort: Tokio, Japan)

 

16. März 2013
»Dresden 1945 – Genesis und Perspektiven eines umkämpften Erinnerungsortes«

Vortrag von Matthias Neutzner
(Ort: The Center of the Tokyo Raids and War Damage, Tokio, Japan)

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Kritik am CDU/FDP-Konzept eines »Mahnmals für die Opfer der Bombenangriffe auf Dresden« in der »Gedenkstätte Busmannkapelle«

[19. Oktober 2012]

Der Dresdner Stadtrat diskutierte in seiner Sitzung am 18. Oktober 2012 auf Antrag von CDU und FDP die Einrichtung eines »Mahnmals für die Opfer der Bombenangriffe auf Dresden« in der im Aufbau befindlichen »Gedenkstätte Busmannkapelle«. Die Interessengemeinschaft »13. Februar 1945« lehnt die Initiative in der geplanten Form ab. Ihr Vertreter, Matthias Neutzner, hatte in der Stadtratssitzung die Gründe dafür dargelegt und für einen Alternativantrag (eingebracht von DIE LINKE, Bündnis 90/DIE GRÜNEN und SPD) geworben, der es erlaubt hätte, das Konzept noch einmal sorgfältig zu bedenken und ihm eine breite demokratische Legitimation zu geben. Nach turbulenten, teils chaotischen Auseinandersetzungen lehnten die Fraktionen von CDU, FDP und Freien Bürgern gemeinsam mit den Stadträten der rechtsextremen NPD, die das zur Abstimmung gestellte Konzept ausdrücklich als »Schritt in die richtige Richtung« lobte, diesen Vermittlungsversuch ab.

Zu den Gründen der Interessengemeinschaft, die Mahnmals-Initiative in der geplanten Form abzulehnen, siehe:
Rede von Matthias Neutzner im Dresdner Stadtrat, 18. 10. 2012 [PDF].

Zur Bewertung der Ergebnisse der Stadtratsdebatte siehe:
Pressemitteilung vom 19. 10. 2012 [PDF].

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Gedenken an die im Zweiten Weltkrieg getöteten Mitglieder des britischen Bomber Command bietet eine Chance zum gemeinsamen Eintreten für Frieden

[28. Juni 2012]

Am heutigen 28. Juni 2012 wird in einer öffentlichen Zeremonie in London ein Bomber Command Memorial eingeweiht werden, mit dem der 55.573 im Zweiten Weltkrieg getöteten Soldaten dieses britischen Militärverbandes gedacht wird. Im Verlauf des Krieges gegen Hitlerdeutschland führte das Bomber Command auch systematische Luftangriffe gegen Städte in Deutschland aus, darunter im Februar 1945 auf Dresden.

Die Interessengemeinschaft »13. Februar 1945«, in der sich Überlebende der Luftangriffe auf Dresden und jüngere Dresdner für Frieden und Menschenrechte engagieren, versteht die Initiative für das Londoner Memorial als Chance, gemeinsam mit den Veteranen, ihren Familienmitgliedern und der britischen Öffentlichkeit für eine europäische Kultur des Friedens einzutreten. Gerade das Erinnern an den hohen Preis, den alliierte Soldaten im Kampf gegen deutschen Völkermord und Militarismus zahlten, das Erinnern an Millionen zivile Opfer von Holocaust und Krieg in ganz Europa muss uns gemeinsam das hohe Gut von Frieden und Menschenrechten im Bewusstsein halten.

 

Siehe:

28.6.2012: Pressemitteilung unserer Gruppe zur Einweihung des Bomber Command War Memorial [PDF]

3.7.2012: Interview mit Matthias Neutzner in der Tageszeitung »Freie Presse« (Chemnitz) [extern]

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Ein Guernica-Platz für Dresden

[25. Juni 2012]

Unsere Gruppe unterstützt eine Initiative der Dresdnerin Ana Contreras, die von der Fraktion B90/DIE GRÜNEN als Antrag in den Dresdner Stadtrat eingebracht wurde: In Dresden soll ein Platz / eine Straße nach der Stadt Guernica benannt werden.

Gernika (in baskischer Schreibweise)  war im April 1937 während des spanischen Bürgerkriegs durch einen barbarischen Luftangriff zerstört worden, den maßgeblich die »Legion Condor« der Luftwaffe Hitlerdeutschlands zu verantworten hat.

Wir verstehen die Initiative als Zeichensetzung für geschichtliche Verantwortung, aber auch als Bekräftigung der Versöhnungserfahrung und des Friedensengagements beider Städte.

Der Dresdner Stadtrat entschied am 21. Juni 2012 nach kontroverser Debatte mit den Stimmen der CDU, der FDP und der NPD, den Antrag abzulehnen. Unsere Gruppe hat diese Entscheidung, das Abstimungsverhalten von CDU und FDP sowie den Debattenbeitrag des CDU-Fraktionsvorsitzenden entschieden kritisiert.

 

25.6.2012: Pressemitteilung unserer Gruppe zu Verlauf und Ergebnis der Stadtratsdebatte vom 21.6.2012 [PDF]

16.6.2012: Ausführliche Stellungnahme der IG und Aufforderung an die CDU-Fraktion zur Konsensfindung unter den demokratischen Parteien im Dresdner Stadtrat [PDF]

22.5.2012: Ablehnendes Schreiben der CDU-Fraktion im Dresdner Stadtrat an den Oberbürgermeister Gernikas [PDF, extern]

27.4.2012: Beitrag von Matthias Neutzner in der Sächsischen Zeitung (Dresden) anläßlich des 75. Jahrestages der Zerstörung Gernikas [PDF]

3.4.2012: Unterstützende E-Mail der New Yorker Gruppe September 11th Families for Peaceful Tomorrows an Oberbürgermeisterin Orosz [PDF]

3.4.2012: Unterstützungsschreiben des Friedensforschungszentrums Gernika an Oberbürgermeisterin Orosz und die Fraktionen des Dresdner Stadtrats [PDF]

3.4.2012: Unterstützungsschreiben des Oberbürgermeisters von Gernika, Gorroño, an Oberbürgermeisterin Orosz und die Fraktionen des Dresdner Stadtrats [PDF]

20.3.2012: Unterstützungsschreiben mehrerer Dresdner Organisationen an Oberbürgermeisterin Orosz und die Fraktionen des Dresdner Stadtrats [PDF]

10.11.2011 ff.: Antrag an den Dresdner Stadtrat sowie Abstimmungsergebnisse in den Ausschüssen [extern]

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Kritik am Beschluss des Dresdner Stadtrates vom 4. April 2012: CDU stimmt mit Rechtsextremen für »neue Orientierungen« im Dresdner Gedenken

[12. April 2012]

Unter dieser Überschrift veröffentlichte unsere Gruppe eine Pressemitteilung als Reaktion auf den heutigen Beschluss des Dresdner Stadtrates. Die Kritik richtet sich darauf, dass der heute mit den Stimmen der »bürgerlichen Parteien« und der rechtsextremen Vertreter im Stadtrat verabschiedete Beschluss der demokratischen Zusammenarbeit in der Stadt bei der Gestaltung einer verantwortlichen Erinnerungskultur die Grundlage entzieht: »Der notwendige Diskussionsprozess zur Ausrichtung des Dresdner Erinnerns wird zur Farce, wenn ein politisches Lager das Ergebnis vorab festschreibt. Die erfolgreich praktizierte Zusammenarbeit in einer moderierten Arbeitsgruppe, die in diesem Jahr das demokratische Fundament des gemeinsamen Erinnerns in Dresden bildete, wird im CDU-Antrag nicht einmal erwähnt und kurzerhand durch einen Arbeitsauftrag an die Oberbürgermeisterin ersetzt.«

Unsere Gruppe bittet die Stadtratsfraktionen stattdessen, der Verantwortung, die unsere Stadt als symbolischer Erinnernungsort besitzt, »jenseits parteipolitischer Interessen nachzukommen. Wir bitten sie gleichzeitig, die Weiterarbeit der in der Dresdner Stadtgesellschaft breit fundierten Arbeitsgruppe "13. Februar" ohne inhaltliche Vorfestlegungen und als eigenständige Diskussions- und Arbeitsstruktur zu ermöglichen und zu unterstützen.«

 

Pressemitteilung IG, 4.4.2012 [PDF]

Dresdner Neueste Nachrichten, 7.4.2012 [PDF]

Leserbrief Matthias Neutzner an Dresdner Neueste Nachrichten, 12.4.2012 [PDF]

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12. Februar 2012: »Lebenszeichen an Dresden« – Treffen der Überlebenden des 13. Februar 1945

Zum achten Mal laden wir auch in diesem Jahr zu einem Treffen der Überlebenden der Luftangriffe auf Dresden in die Dreikönigskirche ein.

Wie in den Vorjahren dürfen wir wieder internationale Gäste begrüßen: Überlebende der Luftangriffe auf Tokio und Osaka sind zusammen mit japanischen Friedensaktivisten, Journalisten und Wissenschaftlern nach Dresden gekommen.

Wenn wir gemeinsam an das Jahr 1945 erinnern, dann tun wir dies im Gedenken an die in Dresden getöteten Menschen, die aus mehr als 20 Nationen stammten, und an das Leid der Überlebenden. Wir schließen in unser Gedenken diejenigen Dresdner ein, die von ihren Nazi-Mitbürgern in den Jahren zuvor bereits ermordet wurden - die Opfer der Euthanasie, des Holocaust, des antifaschistischen Widerstands. Wir wissen um die Ursachen des Krieges, der zur Zerstörung unserer Stadt führte, und um die Verantwortung, die auch Dresden für diesen Krieg trug. Das alles muss mitgedacht werden, wenn wir an den 13. Februar 1945 erinnern. Und wir müssen auch daran erinnern, wie das Gedenken der Dresdner über Jahrzehnte hinweg immer wieder politisch benutzt wurde, um anzuklagen, statt zu versöhnen, um neuen Hass zu säen, statt Verständigung zu suchen. Immer aber gab es auch Einzelne und Gruppen, die sich dem widersetzt haben, die das Erinnern an den 13. Februar 1945 mit dem mutigen Eintreten für Frieden und Demokratie verbanden. An deren Tradition wollen wir uns orientieren - auch wenn neuerlich rechtsextreme Demonstranten versuchen werden, den Jahrestag für ihre politischen Ziele, für Nationalismus und Rassismus, zu missbrauchen.

Ablauf

13 Uhr: Altmarkt. Wir legen Blumen an der Erinnerungsstelle an den 13. Februar 1945 auf dem Dresdner Altmarkt nieder.

Ab 13.30 Uhr: Einlass (Dreikönigskirche, Eingang Hauptstraße)
Ab diesem Zeitpunkt halten wir in einem Nebenraum im Erdgeschoss der Kirche Kaffee und einen kleinen Imbiss für Sie bereit. Dort finden Sie auch während des gesamten Nachmittags Gelegenheit zum Sitzen und Unterhalten.

14 Uhr: Treffen der Überlebenden des 13. Februar 1945 in Dresden
(Dreikönigskirche, Eingang Hauptstraße)
Mit Text und Musik möchten wir an den Februar 1945 in Dresden und an Krieg und Gewalt in unserer Gegenwart erinnern. Zu Wort kommen Haruyo Nihei, eine Überlebende der Luftangriffe auf Tokio, zusammen mit älteren und jüngeren Dresdnern.

Den gesamten Nachmittag über, bis ca. 17:30 Uhr: Gelegenheit zum Gespräch untereinander bei Kaffee und Kuchen.

18 Uhr: Möglichkeit zur Beteiligung an der Menschenkette »Mit Mut, Respekt und Toleranz – Dresden bekennt Farbe«

nach 18 Uhr: Abendandacht in der Dresdner Frauenkirche
mit Überlebenden des 13. Februar 1945
(Einlass ab 17.30 Uhr, Eingang A)

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13. Februar 2012. Gegen rechtsextremen Mißbrauch des Erinnerns

Unsere Gruppe unterstützt die Aktionen der Dresdner Bürgerschaft, den Mißbrauch des Erinnerns an den 13. Februar 1945 durch rechtsextreme Gruppen zu wehren.

Unser Erinnern richtet sich auf ein Engagement für Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte. Darin hat ein Aufrechnen der Dresdner Katastrophe des Jahres 1945 gegen nationalsozialistische Verbrechen keinen Platz.

Ausführliche Informationen: 13februar.dresden.de

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12. Februar 2012: Workshop mit Friedensaktivisten aus Japan

Workshop 12.2.2012

Teruko Ano (Osaka) und Haruyo Nihei (Tokio) überreichen Nora Lang (Dresden) Ketten aus Papier-Kranichen, die japanische Schüler als Friedensgrüße für Dresden gefaltet haben.

Workshop 12.2.2012

Nobuhiro Yanagihara und Tadahito Yamamoto (Tokio) stellen die Arbeit der Friedensgruppe Wa-Peace Ring vor.

Workshop 12.2.2012

Im Verlauf des gemeinsamen Tages kamen die ca. 40 Workshop-Teilnehmer intensiv miteinander ins Gespräch. Rasch enstand der Wunsch, die Zusammenarbeit im Engagement für Frieden in den kommenden Jahren zu vertiefen. Das Foto zeigt Keizo Harada (Tokio) und Prof. Eiichi Kido (Universität Osaka) im Gespräch mit Anita John (Dresden).

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IG »13. Februar 1945«:
Ziele, Arbeitsweise und Erfahrungen

Die Vereinsmitglieder stellen sich die Aufgabe, ausgehend von der zum Symbol gewordenen Zerstörung der Stadt Dresden am Ende des Zweiten Weltkrieges für Frieden, Gewaltlosigkeit und Toleranz zu wirken.

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Einen Überblick über die Arbeit der zurückliegenden fast zwanzig Jahre geben Texte zu Erfahrungen, Arbeitsbereichen, Aktivitäten und Veröffentlichungen.

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»Ein Rahmen für das Erinnern«

Im Ergebnis eines breiten demokratischen Diskurses Dresdner Bürger wurde im Jahr 2004 der Text »Dresden, 13. Februar – Ein Rahmen für das Erinnern« erarbeitet.

Der Text benennt Grundsätze des Erinnerns an die Ereignisse des Jahres 1945 in Dresden: Woran wir erinnern. Warum wir erinnern. Was wir ablehnen. Was wir wollen.

Text »Dresden, 13. Februar – Ein Rahmen für das Erinnern«

Hintergrund, Entstehung, Ziele

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Buchveröffentlichungen

Das rote Leuchten – Dresden und der Bombenkrieg

Militärische und politische Geschichte des Luftkriegs und der Zerstörung Dresdens im Februar 1945. Rezeptionsgeschichte von 1945 bis in die Gegenwart. Fotografischer Essay. Zahlreiche Briefe und Postkarten aus dem Jahr 1945.

 

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Gravuren des Krieges – Mahndepots in Dresden

Ein Kunstprojekt zu Dresdner Erinnerungsorten an Nationalsozialismus, Krieg und Zerstörung

 

Buchtitel "Fravuren des Krieges"

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