Interessengemeinschaft
»13. Februar 1945« e.V. Dresden
  Überlebende des 13. Februar 1945 mit einem Transparent: Naziaufmarsch - Nicht in unserem Namen  

16. Februar 2008: Vereinsmitglieder protestieren vor dem Denkmal der 1938 zerstörten Dresdner Synagoge gegen einen rechtsextremen Aufmarsch

       
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»13. Februar 1945«
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Mitglied im International Network for Peace

 

Kritik am Beschluss des Dresdner Stadtrates vom 4. April 2012: CDU stimmt mit Rechtsextremen für »neue Orientierungen« im Dresdner Gedenken

Unter dieser Überschrift veröffentlichte unsere Gruppe eine Pressemitteilung als Reaktion auf den heutigen Beschluss des Dresdner Stadtrates. Die Kritik richtet sich darauf, dass der heute mit den Stimmen der »bürgerlichen Parteien« und der rechtsextremen Vertreter im Stadtrat verabschiedete Beschluss der demokratischen Zusammenarbeit in der Stadt bei der Gestaltung einer verantwortlichen Erinnerungskultur die Grundlage entzieht: »Der notwendige Diskussionsprozess zur Ausrichtung des Dresdner Erinnerns wird zur Farce, wenn ein politisches Lager das Ergebnis vorab festschreibt. Die erfolgreich praktizierte Zusammenarbeit in einer moderierten Arbeitsgruppe, die in diesem Jahr das demokratische Fundament des gemeinsamen Erinnerns in Dresden bildete, wird im CDU-Antrag nicht einmal erwähnt und kurzerhand durch einen Arbeitsauftrag an die Oberbürgermeisterin ersetzt.«

Unsere Gruppe bittet die Stadtratsfraktionen stattdessen, der Verantwortung, die unsere Stadt als symbolischer Erinnernungsort besitzt, »jenseits parteipolitischer Interessen nachzukommen. Wir bitten sie gleichzeitig, die Weiterarbeit der in der Dresdner Stadtgesellschaft breit fundierten Arbeitsgruppe "13. Februar" ohne inhaltliche Vorfestlegungen und als eigenständige Diskussions- und Arbeitsstruktur zu ermöglichen und zu unterstützen.«

 

Pressemitteilung 4.4.2012 [PDF]

Dresdner Neueste Nachrichten, 7.4.2012 [PDF]

Leserbrief an Dresdner Neueste Nachrichten, 12.4.2012 [PDF]

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12. Februar 2012: »Lebenszeichen an Dresden« – Treffen der Überlebenden des 13. Februar 1945

Zum achten Mal laden wir auch in diesem Jahr zu einem Treffen der Überlebenden der Luftangriffe auf Dresden in die Dreikönigskirche ein.

Wie in den Vorjahren dürfen wir wieder internationale Gäste begrüßen: Überlebende der Luftangriffe auf Tokio und Osaka sind zusammen mit japanischen Friedensaktivisten, Journalisten und Wissenschaftlern nach Dresden gekommen.

Wenn wir gemeinsam an das Jahr 1945 erinnern, dann tun wir dies im Gedenken an die in Dresden getöteten Menschen, die aus mehr als 20 Nationen stammten, und an das Leid der Überlebenden. Wir schließen in unser Gedenken diejenigen Dresdner ein, die von ihren Nazi-Mitbürgern in den Jahren zuvor bereits ermordet wurden - die Opfer der Euthanasie, des Holocaust, des antifaschistischen Widerstands. Wir wissen um die Ursachen des Krieges, der zur Zerstörung unserer Stadt führte, und um die Verantwortung, die auch Dresden für diesen Krieg trug. Das alles muss mitgedacht werden, wenn wir an den 13. Februar 1945 erinnern. Und wir müssen auch daran erinnern, wie das Gedenken der Dresdner über Jahrzehnte hinweg immer wieder politisch benutzt wurde, um anzuklagen, statt zu versöhnen, um neuen Hass zu säen, statt Verständigung zu suchen. Immer aber gab es auch Einzelne und Gruppen, die sich dem widersetzt haben, die das Erinnern an den 13. Februar 1945 mit dem mutigen Eintreten für Frieden und Demokratie verbanden. An deren Tradition wollen wir uns orientieren - auch wenn neuerlich rechtsextreme Demonstranten versuchen werden, den Jahrestag für ihre politischen Ziele, für Nationalismus und Rassismus, zu missbrauchen.

Ablauf

13 Uhr: Altmarkt. Wir legen Blumen an der Erinnerungsstelle an den 13. Februar 1945 auf dem Dresdner Altmarkt nieder.

Ab 13.30 Uhr: Einlass (Dreikönigskirche, Eingang Hauptstraße)
Ab diesem Zeitpunkt halten wir in einem Nebenraum im Erdgeschoss der Kirche Kaffee und einen kleinen Imbiss für Sie bereit. Dort finden Sie auch während des gesamten Nachmittags Gelegenheit zum Sitzen und Unterhalten.

14 Uhr: Treffen der Überlebenden des 13. Februar 1945 in Dresden
(Dreikönigskirche, Eingang Hauptstraße)
Mit Text und Musik möchten wir an den Februar 1945 in Dresden und an Krieg und Gewalt in unserer Gegenwart erinnern. Zu Wort kommen Haruyo Nihei, eine Überlebende der Luftangriffe auf Tokio, zusammen mit älteren und jüngeren Dresdnern.

Den gesamten Nachmittag über, bis ca. 17:30 Uhr: Gelegenheit zum Gespräch untereinander bei Kaffee und Kuchen.

18 Uhr: Möglichkeit zur Beteiligung an der Menschenkette »Mit Mut, Respekt und Toleranz – Dresden bekennt Farbe«

nach 18 Uhr: Abendandacht in der Dresdner Frauenkirche
mit Überlebenden des 13. Februar 1945
(Einlass ab 17.30 Uhr, Eingang A)

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13. Februar 2012. Gegen rechtsextremen Mißbrauch des Erinnerns

Unsere Gruppe unterstützt die Aktionen der Dresdner Bürgerschaft, den Mißbrauch des Erinnerns an den 13. Februar 1945 durch rechtsextreme Gruppen zu wehren.

Unser Erinnern richtet sich auf ein Engagement für Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte. Darin hat ein Aufrechnen der Dresdner Katastrophe des Jahres 1945 gegen nationalsozialistische Verbrechen keinen Platz.

Ausführliche Informationen: 13februar.dresden.de

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12. Februar 2012: Workshop mit Friedensaktivisten aus Japan

Workshop 12.2.2012

Teruko Ano (Osaka) und Haruyo Nihei (Tokio) überreichen Nora Lang (Dresden) Ketten aus Papier-Kranichen, die japanische Schüler als Friedensgrüße für Dresden gefaltet haben.

Workshop 12.2.2012

Nobuhiro Yanagihara und Tadahito Yamamoto (Tokio) stellen die Arbeit der Friedensgruppe Wa-Peace Ring vor.

Workshop 12.2.2012

Im Verlauf des gemeinsamen Tages kamen die ca. 40 Workshop-Teilnehmer intensiv miteinander ins Gespräch. Rasch enstand der Wunsch, die Zusammenarbeit im Engagement für Frieden in den kommenden Jahren zu vertiefen. Das Foto zeigt Keizo Harada (Tokio) und Prof. Eiichi Kido (Universität Osaka) im Gespräch mit Anita John (Dresden).

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IG »13. Februar 1945«:
Ziele, Arbeitsweise und Erfahrungen

Die Vereinsmitglieder stellen sich die Aufgabe, ausgehend von der zum Symbol gewordenen Zerstörung der Stadt Dresden am Ende des Zweiten Weltkrieges für Frieden, Gewaltlosigkeit und Toleranz zu wirken.

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Einen Überblick über die Arbeit der zurückliegenden fast zwanzig Jahre geben Texte zu Erfahrungen, Arbeitsbereichen, Aktivitäten und Veröffentlichungen.

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»Ein Rahmen für das Erinnern«

Im Ergebnis eines breiten demokratischen Diskurses Dresdner Bürger wurde im Jahr 2004 der Text »Dresden, 13. Februar – Ein Rahmen für das Erinnern« erarbeitet.

Der Text benennt Grundsätze des Erinnerns an die Ereignisse des Jahres 1945 in Dresden: Woran wir erinnern. Warum wir erinnern. Was wir ablehnen. Was wir wollen.

Text »Dresden, 13. Februar – Ein Rahmen für das Erinnern«

Hintergrund, Entstehung, Ziele

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Texte

Matthias Neutzner »Dresden. Nachdenken über ein Geschichtssymbol«

Rede in der Matinee zur Uraufführung von »Die Wunde Dresden«. Staatsschauspiel Dresden,
8. Februar 2009

Download (PDF)


Buchveröffentlichungen

 

Das rote Leuchten – Dresden und der Bombenkrieg

Militärische und politische Geschichte des Luftkriegs und der Zerstörung Dresdens im Februar 1945. Rezeptionsgeschichte von 1945 bis in die Gegenwart. Fotografischer Essay. Zahlreiche Briefe und Postkarten aus dem Jahr 1945.

 

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Gravuren des Krieges – Mahndepots in Dresden

Ein Kunstprojekt zu Dresdner Erinnerungsorten an Nationalsozialismus, Krieg und Zerstörung

 

Buchtitel "Fravuren des Krieges"

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