13. Februar 2004:
»GeDenken« – Texte

   
       

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Botschaft von Dr. Adel Misk, Palästina

10. Februar 2004

Wir senden Ihnen diese Botschaft des Friedens im Namen der Familien, die ihre Lieben im blutigen Nahostkonflikt verloren haben.

Als Arzt, der in Krankenhäusern in Israel und Palästina tätig ist, sehe ich täglich das schreckliche Leiden verletzter Menschen von beiden Seiten und die Qual der Familien. Ich erinnere mich so klar, als wäre es heute, an den Tag im Jahr 1993, an welchem mein Vater von einem israelischen Siedler auf offener Straße erschossen wurde – einfach so. Ich befand mich in der Nähe und lief als Arzt zum Tatort um Hilfe zu leisten, ohne zu wissen, dass der Verletzte mein Vater war. Ich konnte ihn leider nicht retten, er starb in meinen Händen.

Gott schuf die Menschen frei in ihrer Welt. Er gab uns das Leben. Und keinem Menschen ist es erlaubt, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen. Juden, Moslems und Christen sind die Söhne Abrahams. Jerusalem ist die Stadt des Friedens und wird uns alle unter der Fahne der Versöhnung vereinen. Die Geschichte hat uns alle in dieses Land geführt. Dies ist unser Schicksal. Wir, die trauernden palästinensischen Familien verstehen, dass Rache keine Lösung ist. Rache ist der Nährboden von Hass. Hass ist der Nährboden von Gewalt, Tod und menschlichen Tragödien.

Täglich denke ich an meinen Vater, sehe ihn im Sterben und frage mich: »Wer ist das nächste Opfer?«

Wir müssen das Töten stoppen! Wir haben gegenüber der nächste Generation Verantwortung. Nie mehr Krieg, nie mehr Hass!

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Teil 2 – »Botschaften«

Sprecher:
Schüler des Bertolt-Brecht-Gymnasiums Dresden

 

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