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Am 13. Februar 2003 gedenken die Einwohner der Stadt Dresden zum 58. Mal der Katastrophe der Bombenangriffe am Ende des Zweiten Weltkrieges.
Vor diesem Gedenktag richten sich Überlebende der Bombennacht von 1945 gemeinsam mit Zeitzeugen der Bombardierung Gernikas mit einem Aufruf an die Menschen der Welt.

   

Aufruf der Überlebenden der Bombardierung von Gernika und Dresden

Vor 58 Jahren, am 13. Februar 1945, wurde Dresden durch Luftangriffe zerstört. Acht Jahre vorher, am 26. April 1937, warfen deutsche Flugzeuge Bomben auf Gernika. Das Schicksal beider Städte ist zum Symbol für militärische Gewalt gegen die Zivilbevölkerung geworden.

Angesichts der aktuellen Fernsehbilder von Bombenflugzeugen, die sich auf einen Krieg gegen den Irak vorbereiten, erinnern wir Überlebenden aus Gernika und Dresden uns an das hilflose Entsetzen, mit dem wir dem Bombeninferno ausgeliefert waren: Getötete Menschen. Erstickt. Erschlagen. Verbrannt. Mütter, die versuchten, mit ihrem Körper ihre Kinder zu schützen. Alte, deren Kraft nicht mehr reichte, der Vernichtung zu entkommen. In unserer Erinnerung sind diese Bilder lebendig. Unsere Berichte halten fest, was wir erlebten.

Nach den Kriegen des 20. Jahrhunderts waren Überlebende vieler Völker wie wir für Jahrzehnte gezeichnet von den Schrecken, den Verlusten, den Verletzungen, die sie erlitten hatten. Wir erleben heute, wie auch dieses Jahrhundert mit furchtbaren Zeichen beginnt: Stellvertretend für alle Opfer weltweit wenden wir uns mit Mitgefühl und Solidarität den Betroffenen des Terrors vom 11. September in den USA und des Krieges in Afghanistan zu.

Soll alles das nun im Irak wieder über Menschen hereinbrechen? Sollen wieder Tausende im Bombenhagel sterben, Städte und Dörfer zerstört werden, Kulturschätze verloren gehen?

Wir wissen was Krieg wirklich bedeutet - jenseits der Fernsehbilder. Und wir wissen uns eins mit der großen Mehrheit der Menschen der Welt, wenn wir diesen Krieg ablehnen.

Wir Überlebenden der Bombenangriffe senden einen Ruf in die Welt: Helft, neues Leid, neue Zerstörung und neuen Tod zu verhindern! Fordert eine friedliche Lösung im Irak! Seht den Kriegsvorbereitungen nicht tatenlos zu!

   

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Nutzen Sie die E-Mail-Adresse info@dresden-1945.de bitte für Rückfragen zum Aufruf und zur Pressekonferenz

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Pressemitteilung
in englischer, deutscher und spanischer Sprache
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Eine Veröffentlichung der Interessengemeinschaft
» 13. Februar 1945« e.V. Dresden.