13. Februar 2005:
»GeDenken« – Texte

   
       

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Botschaft aus Sarajevo an Dresden

In dem Roman "Der Derwisch und der Tod" von Mesa Selimovic, einem bekannten bosnischen Schrifsteller, bekam ein Mensch unmenschliche Züge, weil er sich für den falschen Weg des Lebens entschieden hatte. Er ging den Weg des Hasses und der Rache. Der Derwisch, Ahmed Nurudin, stillte sein Verlangen nach Genugtuung, schuf aber nicht das Gute sondern weiteren Hass und den Tod. Deshalb ist der Racheakt des Derwisches auch sein moralischer Tod.

Das Leitmotiv des wahren Weges im Leben ist nicht: "Homo
homnini lupus est!" (Der Mensch ist des Menschen Wolf.) Die Rettung, der wahre Weg, ist der Weg der Liebe, des Vergebens, der Toleranz und des Glaubens. Man sollte seinen Nächsten ehren und lieben, wie sich selbst.

Mit Trauer gedenken wir derer, die Opfer menschlicher dunkler Wege sind. Diese Opfer sind sowohl die Gefallenen als auch die Mordenden. Gott sei ihrer Seelen gnädig!

Ena Custic und Nasiha Imamovic, Studentinnen der Philosophischen Fakultät, Abteilung für Germanistik in Sarajevo, Bosnien und Herzegowina

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Überbracht von Ljubinka Petrovic-Ziemer

 

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