13. Februar 2005:
»GeDenken« – Texte

   
       

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Botschaft aus Wielun an Dresden

Wir Bürger der polnischen Stadt Wielun, senden Ihnen, den Bürgern Dresdens eine Botschaft. Unsere Stadt war das erste Opfer des von den deutschen Nationalsozialisten entfesselten 2. Weltkrieges. In der ersten Stunde dieses Krieges mussten 1200 Einwohner ihr Leben lassen und das über 7oo jährige kulturelle Erbe Dutzender von Generationen sank in Schutt und Asche.

Ihre Trauer und Ihr Schmerz über die Opfer des Bombardements verstärken auf vielfache Weise unsere Empfindungen und Gefühle, die wir am 1. September jeden Jahres hegen.

Am heutigen Tag, an dem wir uns der tragischen Ereignisse der jüngsten Geschichte erinnern und des unsäglichen menschlichen Leides gedenken, das die Okkupation mit sich brachte, appellieren wir aus dem deutschen Dresden und dem polnischen Wielun an die internationale Öffentlichkeit, an die Regierungen und die Völker der Welt, sich einem Wiedererstehen von Nazismus und Nationalismus entgegenzustellen. Wir verurteilen den Krieg als Methode zur Lösung internationaler Probleme und verurteilen alle Gewaltakte zwischen den Völkern.

Unser großer Landsmann, Papst Johannes Paul II, hat in seiner Ansprache zum 37. Weltfriedenstag gesagt:
„Die Menschheit muss dringender denn je Wege wiederfinden, die durch Egoismus und Hass, Machtgier und Rachegedanken verschüttet worden sind.“

Lasst uns Europa und die Welt auf den fundamentalen ethischen Grundsätzen der Gerechtigkeit und gegenseitigen Liebe errichten.

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Überbracht von Mierzysklaw.Majcher

 

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