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IG » 13. 2.1945«

Projekte, Aktivitäten

 

Erinnern in Europa:
Das Projekt SISIE

SISIE: Sites and Signs of Remembrance for democracy, peace and reconcilation in Europe

Im Projekt SISIE arbeiten wir mit Gruppen in drei europäischen Ländern zusammen, die sich wie wir mit persönlich erlebter Geschichte auseinandersetzen. Im Mittelpunkt unseres Interesses steht die Frage, welche Rolle Erinnern und Erinnerungsorte für ein Engagement in Richtung Demokratie, Frieden und Versöhnung in Europa spielen können.

Die Mitglieder der beteiligten Gruppen in London, Poznań, Berlin und Dresden repräsentieren eine beeindruckende Breite an biografischen Kontexten: Die Altersspanne reicht von 17 bis 83 Jahren. Vertreten sind verschiedene Religionen, Nationen, ethnische Hintergründe. Im intensiven Austausch miteinander erleben wir europäische Geschichte mit ihren Bezügen und Brüchen. Deutlich werden gemeinsame Sichten, unterschiedliche Perspektiven und die vielfältigen methodischen Zugänge in der Auseinandersetzung mit Geschichte.

SISIE ist als zweijähriges Projekt konzipiert. Seit dem Herbst 2006 haben wir Workshops in Dresden, Berlin, London und Poznań durchgeführt. Die lokalen Gruppen bereiten biografisches Material und Informationen zu relevanten Erinnerungsorten auf. Intensiv wird auch mit künstlerischen Mitteln gearbeitet: Im Projekt verwenden wir Film, Theater und Kunst im öffentlichen Raum zum Vermitteln geschichtlicher Erfahrungen. Ein gemeinsames Online-Portal wird im zweiten Projektjahr entstehen.

Warum engagieren wir uns in diesem Projekt?

Wir verstehen das Projekt als einen aktiven Beitrag zur Überwindung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus. Viele dieser Tendenzen gründen in mangelnder Begegnung, unzureichender Kenntnis und nicht zuletzt in revisionistischen Geschichtsbildern. Unseren biographiegeschichtlichen, intergenerationellen Zugang zu europäischer Geschichte halten wir für wesentlich, ein »Wir-Verständnis« jenseits der nationalen, ethnischen oder religiösen Zugehörigkeiten innerhalb Europas zu erreichen.

Projektförderung

Das Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Grundtvig-2-Programms gefördert.

Unsere Projektpartner

European Reminiscence Network, London (Großbritannien)

Stowarzyszenie Regionet, Poznan (Republik Polen)

OWEN e.V. Mobile Akademie für Geschlechterdemokratie und Friedensförderung, Berlin (Deutschland)

 

Impressionen

Begegnung im Tempel der Ramgarhia Sikh Association Woolwich

Workshop London, April 2007: Begegnung im Tempel der Ramgarhia Sikh Association Woolwich

Workshop Poznan, Juni 2007: Schüler tanzen und singen die Lieder ihrer Großeltern

Diskussion mit Mitarbeitern des Greenwich Council for Racial Equality

Workshop London, April 2007: Diskussion mit Mitarbeitern des Greenwich Council for Racial Equality

 

Abbildung:

Juni 2007. Internationaler Workshop in Poznan, Republik Polen: Solidarność-Aktivisten in Aktion

Einer der Höhepunkte unseres Workshops in Poznan: Schüler und Lehrer eines Gymnasiums haben zusammen mit Teilnehmern eines internationalen Jugendaustauschs ein Theater-Geschichts-Event vorbereitet.

Wir alle werden in Gruppen zu typischen Akteuren im Polen der 1980er Jahre. In einem genauso unterhaltsamen wie lehrreichen Spiel empfinden wir Szenen jener Zeit nach: Eine offizielle Kundgebung (hier von den Oppositionellen gestört), Einkaufen, Essen gehen.

Auf der Fotografie u.a.:
Alex Schweitzer (London), der als Kind jüdischer Eltern aus Deutschland emmigrierte (Mitte); Frau Majchrzak (Poznan), deren Sohn 1981 von staatstreuen Schlägern getötet wurde (links).

 

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