Im Steinbruchgelände neben der Mordgrundbrücke
war bereits vor 1945 eine bombensichere Ausweichsbefehlsstelle für
den Befehlshaber des SS-Oberabschnittes Elbe eingerichtet, dem die
SS- und Polizeiverbände in Sachsen, Thüringen, Schlesien,
dem Sudetengau und weiteren Bereichen unterstanden.
Nachdem in der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945
das Dienstgebäude Devrientstraße 2 zerstört wurde,
bezog der Dresdner Höhere SS- und Polizeiführer mit seinem
Stab den Bunker am Rande der Dresdner Heide. Wahrscheinlich von
hier aus ging am 15. Februar 1945 ein dramatischer Situationsbericht
an den Reichsführer SS nach Berlin ab.
Einen Monat später war der Höhere SS-
und Polizeiführer Elbe auch für die amtliche Feststellung
der Auswirkung der Luftangriffe zuständig. Der sorgfältige
Abschlußbericht vom 15. März 1945 und die folgenden Nachträge
listeten die schweren Zerstörungen an Gebäuden und Einrichtungen
ausführlich auf und berichteten von mehr als 20.000 bis Ende
März 1945 geborgenen Toten.