Entstehung
Die Mitglieder der Interessengemeinschaft »13. Februar 1945«
sind seit 1985 bemüht, Materialien zur Geschichte Dresdens
im Zweiten Weltkrieg zu sammeln, auszuwerten, zu archivieren und
öffentlich zugänglich zu machen. Dabei entstand ein kleines
Archiv, welches als spezielle Sammlung zum Thema in unserer Stadt
ohne Beispiel und von hohem Wert ist.
Grundstock des Archivs bildeten die Sammlungen der Mitglieder,
die vor allem durch die seit 1987 systematisch durchgeführten
Befragungen von Zeitzeugen der Ereignisse um die Zerstörung
Dresdens erweitert wurden. Das Archiv gliedert sich in die nachfolgend
beschriebenen Teile:
Interviews
In den Jahren bis 1990 wurden Interviews mit ca. 70 Augenzeugen
der Zerstörung Dresdens geführt, die auf Tonbändern
archiviert sind. Dieser wertvolle Teil des Archivs beinhaltet neben
eindringlichen Schilderungen der Situation in Dresden vor, während
und nach den Luftangriffen der Jahre 1944 und 1945 eine Vielzahl
wertvoller lokalgeschichtlicher Fakten. Die breit angelegte Konzeption
der Gespräche bezieht nicht nur die Darstellung der Ereignisse
selbst, sondern auch das geschichtliche Umfeld und die Reflektion
der Erlebnisse aus heutiger Sicht mit ein. So sind diese Interviews,
die in einer Zeit begonnen wurden, als die offizielle Geschichtswissenschaft
der damaligen DDR solche Befragungen als »unwissenschaftlich«
ablehnte, auch Dokumente der jüngsten Geschichte.
Schriftliche Berichte
Der Interessengemeinschaft liegen ca. 500 schriftliche Berichte
von Augenzeugen vor, die ihre Erlebnisse während und nach den
Luftangriffen schildern.
Dokumente
Das Archiv beinhaltet eine kleine Sammlung von Originaldokumenten
der Jahre 1944 und 1945, wie Luftschutzmaterialien, behördliche
Bescheinigungen, Mitteilungskarten, Flugblätter u.a. Zumeist
stehen die Dokumente in direktem Bezug zu den Erlebnissen der befragten
Augenzeugen.
Handschriften
Teil der Dokumentensammlung sind ca. 150 persönliche Briefe,
Karten und Telegramme aus den Jahren 1944 und 1945. Sie geben einen
wertvollen unmittelbaren Eindruck der damaligen Ereignisse. In einigen
Fällen ergänzen sie die Schilderungen der Interviews zu
komplexen Darstellungen persönlicher Schicksale.
Fotografien
Die Interessengemeinschaft ist bemüht, den kleinen eigenen
Bestand an dokumentarischen Fotografien durch Kopien der in öffentlichen
Archiven, Sammlungen und in Privathand vorhandenen Aufnahmen zu
ergänzen. Ziel ist ein repräsentatives Verzeichnis, in
dem die wichtigsten Fotografien zur Geschichte Dresdens im Zweiten
Weltkrieg erfasst sind.
Momentan umfasst der Fotografiebestand ca. 1.500 Motive.
Film- und Tonaufnahmen
Einige Tonband- und Videoaufnahmen bilden den Grundstock dieses
wichtigen Sammlungsbereiches. Die Erweiterung ist vorbereitet, erfordert
jedoch momentan nicht vorhandene technische und finanzielle Mittel.
Schwerpunkt dieser Sammlung wird die Rezeption der Ereignisse um
die Zerstörung Dresdens sein.
Zeitungen und Zeitschriften
Viele hundert Ausschnitte aus Zeitungen und Zeitschriften dokumentieren
die weltweite und andauernde Rezeption des Schicksals unserer Stadt
im Zweiten Weltkrieg.
Sachzeugen
Der Interessengemeinschaft besitzt einige Sachgegenstände,
die die Luftschutzvorbereitungen in Dresden illustrieren, darunter
eine komplette Luftschutzapotheke.

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