1992: Beginn der Ausstellungs- und Medienarbeit
Am 13. Februar 1992 konnte die Ausstellung »Lebenszeichen«
inhaltlich unverändert, aber technisch neu hergestellt, erneut
eröffnet werden. Seitdem ist sie in Hamburg, Hildesheim, Nordhausen,
Mainz und Pforzheim und an wechselnden Orten in Dresden gezeigt
worden. Seit 1995 hat sie einen festen Platz im Turm des Dresdner
Residenzschlosses gefunden.
Weit mehr als eine halbe Million Menschen besuchten die Ausstellung
bisher; in den Besucherbüchern sind mittlerweile viele Tausend
Eintragungen verzeichnet. So finden sich nahezu alle denkbaren Haltungen
zu den historischen Ereignissen dokumentiert. Gleichzeitig weisen
die Besucher nachdrücklich auf jeweils aktuelle Bezüge,
mit denen das Symbol der Zerstörung Dresdens in Verbindung
gebracht wird.
Parallel zur Ausstellung entstand ein Katalog, der das ausgestellte
Text- und Dokumentenmaterial zugänglich machte. Die Broschüre
erschien in zwei Auflagen, die restlos vergriffen sind.
Mit wachsender Intensität unterstützte der Verein Produktionen
verschiedener Medien. Bezogen sich die Anfragen zunächst auf
organisatorische Unterstützung, so wurden zur Mitte der 1990er
Jahre insbesondere eine Vielzahl von Kontakten zu Zeitzeugen hergestellt.
Auch die Vereinsmitglieder selbst wirkten an einer großen
Zahl von Produktionen mit. Während damit einerseits die Arbeit
der Gruppe weltweite Aufmerksamkeit zuteil wurde, wurde es andererseits
notwendig, sich kritisch mit den Produktionsbedingungen und Wirkmechanismen
der Medienarbeit auseinander zu setzen.

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