Erfahrungen #2

   
       

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IG »13. 2.1945«

Erfahrungen

Teil 2

 

1991: Neubeginn unter veränderten Rahmenbedingungen

In dieser Situation waren es Mitglieder aus der Zeitzeugengeneration, denen die Arbeit der Gruppe auch in der neuen gesellschaftlichen Situation wichtig schien. Sie regten eine erneute Konstituierung an, die schließlich zur Gründung der Interessengemeinschaft »13. Februar 1945« als eingetragener Verein führte.

Personell wie inhaltlich knüpfte der Verein an die Vorjahre an. Dabei war die Arbeit in der ersten Hälfte der 1990er Jahre vor allem durch verstärktes öffentliches Wirken und intensive historische Forschungen bestimmt. Stärker als bisher bezog sich die Arbeit auf ein Friedensengagement, dass in der historischen Erfahrung der Zeitzeugen Basis und Legitimation findet.

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1992: Beginn der Ausstellungs- und Medienarbeit

Am 13. Februar 1992 konnte die Ausstellung »Lebenszeichen« inhaltlich unverändert, aber technisch neu hergestellt, erneut eröffnet werden. Seitdem ist sie in Hamburg, Hildesheim, Nordhausen, Mainz und Pforzheim und an wechselnden Orten in Dresden gezeigt worden. Seit 1995 hat sie einen festen Platz im Turm des Dresdner Residenzschlosses gefunden.

Weit mehr als eine halbe Million Menschen besuchten die Ausstellung bisher; in den Besucherbüchern sind mittlerweile viele Tausend Eintragungen verzeichnet. So finden sich nahezu alle denkbaren Haltungen zu den historischen Ereignissen dokumentiert. Gleichzeitig weisen die Besucher nachdrücklich auf jeweils aktuelle Bezüge, mit denen das Symbol der Zerstörung Dresdens in Verbindung gebracht wird.

Parallel zur Ausstellung entstand ein Katalog, der das ausgestellte Text- und Dokumentenmaterial zugänglich machte. Die Broschüre erschien in zwei Auflagen, die restlos vergriffen sind.

Mit wachsender Intensität unterstützte der Verein Produktionen verschiedener Medien. Bezogen sich die Anfragen zunächst auf organisatorische Unterstützung, so wurden zur Mitte der 1990er Jahre insbesondere eine Vielzahl von Kontakten zu Zeitzeugen hergestellt. Auch die Vereinsmitglieder selbst wirkten an einer großen Zahl von Produktionen mit. Während damit einerseits die Arbeit der Gruppe weltweite Aufmerksamkeit zuteil wurde, wurde es andererseits notwendig, sich kritisch mit den Produktionsbedingungen und Wirkmechanismen der Medienarbeit auseinander zu setzen.

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1995: »Martha Heinrich Acht« erscheint

Parallel zum Aufbau des Zeitzeugenarchivs hatten sich einzelne Mitglieder des Vereins bereits seit den 1980er Jahren mit dem historischen Hintergrund der erzählten Biografien befasst. Darauf aufbauend untersuchte Matthias Neutzner seit 1993 systematisch die Alltagsgeschichte der Dresdner in den Jahren des Zweiten Weltkrieges. Als wesentlichste Quelle für diese Forschungen erwiesen sich die bis dahin noch völlig unerschlossenen Aktenbestände der Dresdner Archive.

Die Ergebnisse der historischen Forschungsarbeit und der Zeitzeugenbefragungen waren die Basis für das im Februar 1995 erschienene Buch »Martha Heinrich Acht – Dresden 1944/45«.
Der Buchtitel bezieht sich auf die Codebezeichnung Dresdens in den Luftlagemeldungen der deutschen Luftverteidigung – »MH8« steht als lokal konkretisierte Chiffre für den Alltag im Krieg.

Das umfangreiche und großformatige Buch enthält eine ausführliche Alltagsgeschichte der Dresdner in den letzten acht Monaten des Zweiten Weltkrieges. Aus dem Bestand des Zeitzeugenarchives werden eine größere Auswahl Briefe – geschrieben in den Monaten Februar bis Mai 1945 – und später verfasste Erlebnisberichte publiziert.

Das im Dresdner Verlag der Kunst erschienene Buch liegt mittlerweile in der vierten Auflagen vor.

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Teil 3

Teil 4

Teil 5

 

Stand: Januar 2004